Schwein gehabt

aus der Serie Waldeffekt

Feinste Acryl- und Künstlerölfarben 1862 der Firma Lukas mit besonders hoher Pigmentkonzentration auf Baumwoll-Leinwand

Unikat mit Echtheitszertifikat

Maße des Kunstwerks:

120 cm x 80 cm, Tiefe: 20 mm

960 € Verkauft!

Auf Wunsch präsentiert in einem Schattenfugenrahmen aus zeitlosem Echtholz

Optional: 1090 € inkl. Echtholzrahmen

Außenmaße inklusive Schattenfugenrahmen aus Echtholz: 122,2 cm x 82,2 cm, Tiefe 33 mm

Schwein gehabt

Wie fühlst du dich, wenn du aus dem Wald kommst?

Im Wald ist jeder Tag anders und doch vermag er es, immer wieder die gleichen Gefühle in uns zu wecken. Gelassenheit, Ruhe, Leichtigkeit, Neugierde und Faszination gehören zu diesen Gefühlen, und manchmal liegt auch eine positive Spannung in der Luft, wenn wir uns allein in das Abenteuer Wald wagen. 

Die kluge Bache führt ihre Frischlinge im Sonnenaufgang über die Wiese. Vorbei an einem eindrucksvollen Waldpanorama gelangen sie schließlich in Sicherheit.

Die Geschichte hinter dem Kunstwerk handelt von einem Tag, der zu schön ist, um ihn mit einem Schuss zu unterbrechen.

Teil 2 der 1001 Waldgeschichten

Zwei Wochen lang hat Theo auf einen Notfall gewartet, und jetzt ist er endlich da. Er sitzt auf seinem roten Laufrad mit der neuen Hupe. Liebevoll blickt Theo auf den silbernen Trichter und den schwarzen Blasebalg. Vor Theo liegt eine gestreifte Katze mitten auf dem Bürgersteig. Die Katze guckt Theo an, Theo guckt die Hupe an. Die Hupe, die laut Mama nur in absoluten Notfällen betätigt werden darf. Theo hupt. Im zweiten Obergeschoss fällt Margret Meier die Kaffeetasse aus der Hand. 200 Meter entfernt bremst ein Autofahrer und guckt sich hilfesuchend um.

In einem Kilometer Entfernung spitzt die Wildschweinbache ihre Ohren. Sie erinnert sich an ähnliche Geräusche, Erinnerungen einer Jagd steigen in ihr auf. Sie zögert nur für einen Augenblick, dann ruft sie ihre Frischlinge und trabt los. Auf ausgetretenen Pfaden, die sie von ihrer Mutter gelernt hat, führt sie die Frischlinge durch den Wald. Das Ziel ist das andere Ufer des kleinen Flusses. Geschickt überquert die Familie das Wasser. Eine offene Wiese liegt vor ihnen. Der Nebel hat an diesem Morgen zwischen den Stämmen der Bäume verschlafen, sodass sich die Sonne nun unbemerkt über die Wipfel der Bäume schiebt.

Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln die Jägerin auf dem Hochsitz sanft an der Nase. Die eckigen, sperrigen Gedanken des Alltags sind in der wunderschönen Szenerie verstummt. Sie genießt bewusst das Alleinsein in der Natur. Das Gewehr lehnt neben ihr. Ein Geräusch von links; suchend lässt sie den Blick durchs Fernglas über die Wiese gleiten. Die Bache blickt zum Hochsitz auf und erkennt sofort ihren Fehler. Aus ihrem Trab wird ein Galopp. Die Frischlinge geben alles. Das Gewehr auf dem Hochsitz lehnt noch immer an der Holzwand. Es gibt Gesetze, die die Bache mit ihren gestreiften Frischlingen schützen. Der Jägerin ist Moral bei der Jagd sowieso wichtiger als ein voller Kochtopf. Die Frau lächelt über die putzigen Frischlinge und bewundert die kluge Wildschweinbache. Die Familie hat es in den Wald geschafft. Sie sind in Sicherheit. Die Jägerin genießt noch einige Zeit die wundervolle Weite und den Blick zum Wald, bevor sie langsam herunterklettert und den Wildschweinen in den Wald folgt. Manchmal ist ein Tag zu schön, um ihn mit einem Schuss zu unterbrechen.

Die Katze guckt Theo an, Theo guckt die Katze an und gibt sich geschlagen. Er steigt vom Laufrad und setzt sich zur Katze auf den Bürgersteig. Als er sie hinter den Ohren krault, beginnt die Katze genüsslich zu schnurren.

Selbst wenn der Alltag dich zu erdrücken scheint, so ist die Freiheit und Gelassenheit eigentlich immer da. Wir müssen nur einen Moment innehalten und ins Hier und Jetzt kommen, um in uns die Schönheit des Moments zu sehen.

Dieses Werk erinnert dich, gerade in turbulenten Zeiten innezuhalten und die Person zu werden, die der Wald mit Leichtigkeit in dir hervorruft.

Form, Farbe, Prozess, Intention

Form

Die Anmutung der Jahresringe eines Baumes durch eine dick aufgetragene erste Farbschicht, die das Kunstwerk überzieht, verleiht dem Kunstwerk zusätzliche Tiefe.

Das einfallende Licht bricht an den Farb-Jahresringen und unterstützt das Strahlen der Sonne im Gemälde.

Das Gemälde führt dich auf diese Weise behutsam in dein persönliches Waldgefühl.

Farbe

Das helle Blau des Himmels und das gebrochene Blau des Nebels im Wald zeigen sich neben einem grünen Fundament und orangefarbenen Akzenten.

Diese Farbpalette ist mit bedachter Intention gewählt, sodass das Auge, von den orangefarbenen Akzenten angelockt, im weiteren Verlauf interessiert die verschiedenen Nuancen der Grüntöne abtastet und schließlich in den hellen Blautönen ruhen kann.

So bietet das Gemälde deinen Augen – ähnlich wie der Wald dir – sowohl Spannung als auch innere Ruhe.

Prozess

Die dreidimensionale Struktur im unteren Bereich des Bildes wird im Verlauf über das Bild von links nach rechts organischer und feiner.

Mit Spachtel aufgetragen verleiht diese erste Farbschicht der Leinwand eine Einzigartigkeit und Lebendigkeit.

Diese Lebendigkeit bringt natürliche Strukturen in dein Zuhause. Es ist die Visualisierung der eckigen Gedanken des Alltags, die im Wald nach und nach verstummen und damit Platz machen für deine innere Ruhe und Natürlichkeit.

Sieh dir hier das Video zur Entstehung des Gemäldes an:

Intention der Künstlerin

Dieses Kunstwerk richtet sich an diejenigen, die ihre Gelassenheit, Leichtigkeit und Neugierde im Wald finden. Menschen, die ihre Kraft besonders im Wald spüren und diese mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Lebensstil verweben möchten. Das Kunstwerk Schwein gehabt ist aus meiner eigenen Sehnsucht entstanden, mit allen Sinnen präsent im Hier und Jetzt zu leben. Es ist Teil meiner Serie Waldeffekt, die die positiven Effekte des Waldes auf seine Besucher näher beleuchtet.

Dieses Werk dient im Leben des Betrachters als tägliche Erinnerung daran, dass die Kraft und die Fähigkeiten, die der Wald in dir hervorruft, in jeder Situation in dir schlummern und nur darauf warten, durch Achtsamkeit aus ihrem Schneckenhaus gelockt zu werden.